Wege durch die deutsche Katastrophe. Der S. Fischer Verlag 1930 bis 1952 - Cover
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ISBN/EAN: 978-3-10-397781-3
Einband: gebundenes Buch
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Sprache:
Deutsch
Umfang:
576 S.

Hersteller:
S. Fischer Verlag GmbH
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Wege durch die deutsche Katastrophe. Der S. Fischer Verlag 1930 bis 1952

58,00 €

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Artikel erscheint am 26.05.2027

Beschreibung

Die nie erzählte Geschichte des einzigen jüdischen Verlags, der nach Deutschland zurückgekehrt ist. Die Geschichte des S. Fischer Verlags in den Jahren nach 1933 wurde bisher nur lückenhaft erzählt. Wie war den jüdischen Inhabern das Verlegen im nationalsozialistischen Deutschland noch möglich und wann entschieden sie sich zur Emigration? Wie agierte daraufhin Peter Suhrkamp als Treuhänder des 'arisierten' Verlagsteils ab 1936: Mit welchem Programm dirigierte er den Verlag durch die NS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg? Wie erging es dem jüdischen Teil im Exil mit Stationen in Wien, Stockholm und New York und ab 1948 zusammen mit dem Querido Verlag in Amsterdam? Und was führte in den Jahren 1945 bis 1950 zum Zerwürfnis von Gottfried und Brigitte Bermann Fischer mit Peter Suhrkamp? Jan-Pieter Barbian und Siegfried Lokatis haben eine Vielzahl an öffentlichen und privaten Archiven ausgewertet. Sie zeichnen packend und erstaunlich lebendig anhand von persönlichen Zeugnissen, Briefwechseln und politischen Dokumenten die Turbulenzen, Intrigen und Verwicklungen nach und räumen dabei mit Mythen auf, die sich über Jahrzehnte fortgeschrieben haben. Die Nachwirkungen dieser Zeit sind bis in unsere Gegenwart spürbar. Siegfried Lokatis und Jan-Pieter Barbian leuchten bis in die tiefsten Archivwinkel und fördern Erstaunliches zutage In der bewegten Geschichte des S. Fischer Verlags der Jahre zwischen Weimarer und Bundesrepublik spiegelt sich die Geschichte Deutschland

Über Jan-Pieter Barbian, Siegfried Lokatis

Jan-Pieter Barbian, geb. 1958, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. 1991 promovierte er mit einer Studie über 'Literaturpolitik im Dritten Reich'. Von 1999 bis 2025 war er Direktor der Stadtbibliothek Duisburg. Er hat zahlreiche Aufsätze zur Literatur- und Kulturpolitik der NS-Zeit veröffentlicht und gilt als einer der besten Kenner der Materie. Er hat auch zu Film und Politik in der Weimarer Republik sowie zur Geschichte und Literatur des Ruhrgebiets im 20. Jahrhundert publiziert. Sein Standardwerk 'Literaturpolitik im NS-Staat' erschien 2010 in der Reihe 'Die Zeit des Nationalsozialismus'. Siegfried Lokatis, geboren 1956 in Essen, studierte Geschichte, Archäologie und Philosophie in Bochum und Pisa und wurde mit einer Arbeit zur Hanseatischen Verlagsanstalt promoviert. Er lehrte von 2006 bis 2022 als Professor für Buchwissenschaft an der Universität Leipzig, hat zahlreiche Studien und Bücher zu Verlagsgeschichten in Ost und West veröffentlicht und ist Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Schlagzeile

Die wechselvolle Geschichte des einzigen jüdischen Verlags, der nach dem Ende der NS-Diktatur nach Deutschland zurückgekehrt ist