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ISBN/EAN: 978-3-11-223593-5
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2026
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Erschienen am:
18.05.2026
18.05.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
388 S.
388 S.
Format (T/L/B):
2.5 x 21.6 x 15.7 cm
2.5 x 21.6 x 15.7 cm
Hersteller:
Walter de Gruyter GmbH
De Gruyter GmbH
productsafety@degruyterbrill.com
Genthiner Strasse 13
DE 10785 Berlin
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Entzweite Zweisamkeit
Ehe, Liebe und Geschlechterordnung im Ersten Weltkrieg, Wertewandel im 20. Jahrhundert 9
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Beschreibung
Bereits unmittelbar nach seinem Ende wurde der Erste Weltkrieg in der deutschen Öffentlichkeit als Zerstörer des Eheglücks betrachtet, der Paare voneinander entfremdet, sexuelle Untreue befeuert und die Geschlechterordnung durcheinandergewirbelt habe. In der Geschichtswissenschaft wurde diese These einer kriegsbedingten Krise der Partnerschaft lange Zeit fortgeschrieben. Gleichzeitig hat die internationale Feldpostforschung inzwischen zutage gefördert, wie eng Soldatenpaare trotz ihrer räumlichen und lebensweltlichen Trennung häufig aufeinander bezogen blieben. Diesen Gegensatz nimmt Stefan Boß zum Anlass, um die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Partnerschaftsdiskurse und Beziehungserfahrungen in Deutschland zu untersuchen. Über die dichotome Frage nach der (In-)Stabilität von Beziehungen hinaus fragt er nach Brüchen und Kontinuitäten im emotionalen, sexuellen und kognitiven Bereich von Partnerschaft. Durch den systematischen Einbezug der Nachkriegszeit wird eine diachrone Perspektive auf die Wirkungen des Militärkonflikts eröffnet. Als Teil einer Kulturgeschichte sozialer Beziehungen im Krieg leistet die Studie so einen wichtigen Beitrag zur Familien- und Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts.
Über Stefan Boß
Johannes Gutenberg-Universität Mainz.